WordPress Plugins zum Start und Empfehlungen

Plugins sind cool und machen WordPress irgendwie auch aus. Trotzdem solltest du das nicht so übertreiben. Plugins fressen sich in den Arbeitsspeicher und das sorgt irgendwann dafür, dass die Seite langsam wird oder am Ende gar nicht mehr funktioniert. Deshalb gibt es hier ein paar Plugins (kategorisiert), inklusive der Bemerkung, ob sie zum Start notwendig sind, oder nicht.

Wenn du lediglich etwas Bloggen und dich gar nicht großartig weiter mit WordPress möchtest, dann gibt es gar nicht so viele Plugins, die du für den Anfang benötigst. Ganz ohne geht es aber nicht.

Plugins zum Start

AntiSpam Bee

Neben der gelegentlichen Probleme mit AntiSpam Bee, ist es wohl das beste Plugin im Kampf gegen Spam in den Kommentaren. Mit dem eingebauten Feature, dass Kommentare an öffentliche Spam Bibliotheken gesendet werden, ist es wohl eines der besten Plugins in dem Bereich. Beachte bitte, dass ein kleiner Zusatz in deiner Datenschutzerklärung für die Nutzung der Spam Bibliotheken in Deutschland notwendig ist!

AntiSpam Bee auf WordPress.org

Cachify

Je mehr du schreibst, desto mehr wird beim Aufrufen deiner Seite abgerufen, logischerweise. Das sorgt irgendwann dafür, dass deine Seite langsam wird. Da ältere Beiträge und Seiten an sich, sich inhaltlich nicht mehr ändern, ist ein Caching Plugin gut dafür geeignet, deine Seite schnell zu halten. Dabei werden meist statische HTML-Dateien deiner Beiträge und Seiten angelegt und die PHP-Scripts entfernt, die jedes Mal eine Datenbankverbindung herstellen.

Lassen wir den Technikteil weg und sagen es einfach heraus: Wenn du deine Seite schnell halten möchtest, solltest du ein Caching Plugin verwenden. Welches du verwendest, ist grundsätzlich egal. Eine persönliche Empfehlung von mir: Cachify. Das Plugin ist einfach und toll. Du kannst auch deinen eigenen Cache erstellen, in dem du eine Datei manipulierst. Mehr dazu in einem anderem Beitrag.

Cachify auf WordPress.org

WP Fastest Cache

Ich habe seit heute WP Fastest Cache im Einsatz und bin davon begeistert. Du kannst in den Standard-Einstellungen so viele Dinge einstellen, die äußerst gut funktionieren. Einmal eingestellt, brauchst du dich um nichts mehr kümmern, was das Caching angeht. Falls du dich mit den Einstellungen nicht auskennst, reicht es eigentlich, alle möglichen Einstellungen zu aktivieren. Besser geht es nicht. Bei Google Insights sind dann automatisch alle Meldungen raus, die den Cache betreffen, weil das Plugin wunderbar funktioniert. Außerdem wird das Plugin auf WordPress.org gepflegt und zeitnahe aktualisiert.

WP Fastest Cache auf WordPress.org

Fast Velocity Minify

FVM (Fast Velocity Minify) ist das aktuellste Caching Plugin was ich nutze. Es ist in erster Linie schlank und bietet viele grundlegende Funktionen. Dazu auch das minifizieren von CSS- und JavaScript-Dateien. Es lassen sich auch ungewollte Angaben aus dem Header entfernen (bspw. die Versionsnummer) und die eingebunden Emoticons sind auch futsch. In Kombination mit Flying Pages, für mich unschlagbar. WP Fastest Cache schafft es leider nicht mehr in die Liste, da dass Plugin mehr Probleme verursacht, als es behebt. Vor allem wenn man Google Fonts oder Ähnliches ohne Probleme einbinden möchte.

FVM bietet auch eine Option um Weiterleitungsfehler zu beheben, die bspw. durch http-Angaben auf einer https-Website entstehen. Diese Angaben befüllen die Browserkonsolen dann regelmäßig mit Fehlermeldungen und die sind dann automatisch Geschichte, weil https erzwungen wird.

Fast Velocity Minify auf WordPress.org

Mehr Plugins sind für den Start gar nicht notwendig. Du hast etwas gegen den Spam und etwas das deine Seite zumindest ein bisschen schneller macht, wenn sie zu groß wird. Jetzt kommen wir zu den empfohlenen, aber nicht notwendigen Plugins.

Pluginempfehlungen

Statify

Wenn du einfache und datenschutzkonforme Besucherstatistiken für deine Seite benötigst, bist du bei Statify bestens aufgehoben. Ich glaube es gibt gar keine bessere Alternative, wenn es ums Thema Datenschutz geht. Statify speichert nur das, was notwendig ist und lässt die privaten Daten beim Besucher und nicht auf deinem Server. Wunderbar.

Statify auf WordPress.org

Imsanity

Mit Imsanity lassen sich deine hochgeladenen Bilder optimieren. Außerdem kannst du weiterführende Einstellungen zu deinen Medien vornehmen und bist nicht mehr auf die eingeschränkten Einstellmöglichkeiten von WordPress beschränkt. Ein kleines aber feines Plugin für Zwischendurch und eine Empfehlung für jeden Fotografen (ersetzt allerdings keine richtige Bildoptimierung!)

Imsanity auf WordPress.org

Crayon Syntax Highlighter

Für die Programmierer und Web-Designer unter uns, ist Crayon Syntax Highlighter DER Syntax Highlighter für WordPress überhaupt. Ich nutze ihn schon seit Jahren und habe noch keinen besseren gefunden. Er stand bisher immer in meiner Liste und wird wohl auch in Zukunft noch der Liste erhalten bleiben.

Crayon Syntax Highlighter auf WordPress.org

CC-Syntax-Highlight

Den Crayon nutze ich nicht mehr, weil er mir für den Gutenberg zu umständlich ist und Gutenberg jetzt einen eigenen Block für Code hat. Damit dieser Block aber auch im Frontend schick ausschaut, empfehle ich das Plugin CC-Syntax-Highlight. Das Plugin bietet einige Einstellmöglichkeiten, beliebte Themes und verändert lediglich im Frontend das Aussehen des Codes. Die Dateien werden außerdem direkt lokal gespeichert, sodass man sich auch keine Sorgen um die DSGVO machen muss.

CC-Syntax-Highlight auf WordPress.org

Code Syntax Block

Da ich hauptsächlich mit dem Block Editor (oder Gutenberg) arbeite und schreibe, nutze ich den Code Syntax Block, der den bestehenden Code Block erweitert und einen Syntax-Highlighter anwendete. Man kann auch in den Block-Einstellungen die Sprache einstellen. Perfekt und vor allem schlank.

Code Syntax Block auf WordPress.org

Amazon Affiliate WordPress Plugin (AAWP)

Neu im Sortiment, allerdings nicht kostenlos, ist AAWP. Wenn du mit deiner Seite und mit Hilfe von Amazon Geld verdienen möchtest, kommst du gar nicht an AAWP vorbei. Es ist das beste Affiliate Plugin für Amazon. In der einfachsten Variante, die sich im Grunde lediglich auf die Anzahl der Installationen beschränkt, kostet das Plugin 39 Euro. Ein Schnäppchen.

Mehr über AAWP erfahren

All in One SEO Pack

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man kein SEO-Plugin für eine ordentliche Seite benötigt. Das meiste sollte ein gutes Theme dir an Arbeit abnehmen. Wenn das nicht der Fall ist, empfehle ich das All in One SEO Pack Plugin und nicht Yoast! Das Plugin bringt alles auf den Punkt und ist nicht so überladen wie Yoast. Außerdem gibt es weniger Sicherheitslücken und wesentlich weniger Werbung. Es ist auf das beschränkt, was wichtig ist. Nicht mehr und nicht weniger.

All in One SEO Pack auf WordPress.org

The SEO-Framework

Das All in One SEO Pack bietet jetzt eine Pro-Version und wirbt damit. Da ich aber keine Lust auf Werbung habe, nutze ich The SEO-Framework als gute und schlanke Alternative. Es bietet mindestens genauso viel und ist zudem vollständig in Deutsch. Außerdem wird es aktiv unterstützt und erweitert.

The SEO-Framework auf WordPress.org

Cookie Bar

In der EU ist notwendig, dass wir unsere Besucher darüber informieren, dass unsere Seite Cookies verwenden. Wenn du keine Lust hast (so wie wir), etwas eigenes dafür zu basteln, kannst du dir das Plugin Cookie Bar herunterladen, einen Text entwerfen und datenschutzkonform deine Besucher darüber informieren, dass deine Seite Cookies verwendet. Alles cool! Mehr zum Thema DSGVO? Klicke hier!

Cookie Bar auf WordPress.org

Self-Hosted Google Fonts

Ganz neuer in meiner Pluginliste: Self-Hosted Google Fonts. Damit werden automatisch alle Google Fonts lokal gespeichert und ausgegeben. Du musst dir also keine Gedanken mehr darüber machen, ob du deine verwendeten Schriftarten datenschutzkonform eingebunden werden. Definitiv eine Empfehlung.

Self-Hosted Google Fonts auf WordPress.org

Das Plugin ist leider keine Empfehlung mehr, da es die Website sehr langsam macht und auch nicht wirklich weiterentwickelt wird. Die sicherste und vor allem schnellste Lösung ist die, in der man die bestehenden Google Fonts mit wp_deregister_style() entfernt und mit Hilfe von google webfonts helper lokal einbindet. Wie das genau funktioniert, werde ich in Zukunft noch schreiben.

Du suchst noch mehr Plugins?

Grundsätzlich haut jeder Blogger seine Empfehlungen in eine Liste. Ansonsten kannst du dir auch meine Plugins anschauen, wenn du magst. Wenn du auf der Suche nach Plugins fürs Aufräumen von WordPress bist um dir Wartungskosten zu sparen, kannst du dir diesen Beitrag hier anschauen.

Welche Plugins sind bei dir im Einsatz und welche Plugins sollten auf jeden Fall mit an Bord?


Kevin Pliester

Langhaarig und bärtig. Schreibt hier über WordPress, Internet, Gaming und die Selbstständigkeit. Vertreibt viel zu günstige WordPress Wartungen und ist angestellter Web-Entwickler.