Ich habe hier schon oft über die Selbstständigkeit geschrieben, aber noch gar nicht, wie man sich überhaupt selbstständig macht und was man meiner Meinung nach beachten sollte, bevor man startet. Hierbei behandele ich das Thema Kleinunternehmer, sprich die Menschen die Steuern zahlen müssen.

Wer sich selbstständig machen möchte, benötigt grundsätzlich rund 30 Euro und einen Besuch beim Gewerbe-/Ordnungsamt. Meist im Rathaus oder Bürgeramt. Also dort wo du dich meldest, wenn du umgezogen bist. Dort gibst du dann einen Namen für deine Tätigkeit an und wählst außerdem den Fachbereich. Zumindest war das bei mir so.

Grundsätzlich empfehle ich vor der Gewerbeanmeldung (oder in der Arbeitslosigkeit) einen Besuch im Existenzgründerseminar. Wo und wie man so etwas macht, sagt dir zu diesem Zeitpunkt die Agentur für Arbeit. Den so lange du arbeitslos bist, musst du nicht den vollen Betrag zahlen. Statt 400 bis 800 Euro, zahlst du dann lediglich circa 80 Euro. Außerdem wird dir dort gesagt, wie das Ganze mit den Steuern funktioniert und was du beim Erstellen eines Businessplans beachten musst. Der Businessplan ist nur notwendig, wenn du Unterstützung vom Staat erhalten möchtest. Außerdem hilft er dir dabei, dich ausgebieg mit deiner Unternehmung zu beschäftigen und Ziele festzulegen. Ziele sind wichtig, wenn du wachsen willst. Sonst drehst du nur auf der Stelle und kommst nicht voran (das war mein Problem).

Hast du dein Gewerbe einmal angemeldet, erhältst du automatisch vom Finanzamt eine Steuernummer (keine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer). Diese musst du jetzt immer bei Umsatzsteuervoranmeldungen, in der Steuererklärung und auch auf Rechnungen angeben.

Im Grunde bist du jetzt selbstständig. Gib vorher noch der Agentur für Arbeit Bescheid, damit kein Arbeitslosengeld mehr ausgeschüttet wird. Das ist wichtig, weil die nachher noch auf die Idee kommen, von dir eine Rückzahlung zu verlangen. Daher immer erst fragen, ob alles soweit ready ist. Du kannst auch deinen Gewerbeschein vorzeigen.

Wenn du alles erledigt hast, kann es eigentlich auch schon losgehen. Ein paar Tools die dir bei der Selbstständigkeit helfen, hatte ich vor einiger Zeit schon vorgestellt. Daran hat sich auch nichts geändert. Du kannst die Selbstständigkeit auch neben deinem Hauptberuf ausüben. Sprich vorher mit deinem Arbeitgeber darüber. Das ist häufig einfacher, da du dann nicht bei 0 starten musst und außerdem deine Miete zahlen kannst. Grundsätzlich solltest du dich eh erst selbstständigkeit machen, wenn du ein paar Monate überbrücken kannst – sofern du keinen Job nebenher machst. Wenn du überhaupt keine Lust auf die Buchhaltung hast, bzw. dir gar nicht vorstellen kannst wie das funktioniert, kannst du dich bei Frank Scheele auf Linkedin melden. Er und seine Frau bieten ausgezeichnete Workshops dafür an!

Falls du Projektarbeiten (als Programmierer) erledigen willst, hilft ein Blick in Supportforen, oder aber auch das Anschreiben von Agenturen. Die haben meist kleinere Aufträge, für die sie keine Zeit haben. Meide aber Plattformen wie Twago, da diese dir nur das Geld aus der Tasche ziehen. Falls du dich doch dorst registriert und Geld ausgeben möchtest, solltest du daran denken, dass die nur jährlich abrechnen, also mind. 348 Euro pro Jahr.

Wenn du mehr im Bereich Design, Blogging o.ä. unterwegs bist, lohnt sich ein Blick auf Fiverr. Dies ist keine deutsche Plattform, aber eine perfekte Plattform um sich nebenher etwas Geld zu verdienen. Mein Logo habe ich mir dort ebenfalls erstellen lassen.

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